Lütjensee Lakers konnten Ihr Potential bei der Deutschen Meisterschaft nicht entfalten

Auf der 2. Deutschen Mixed Slow Pitch Meisterschaft in Saarlouis im Saarland erreichten die Lakers aus Lütjensee den 6. Platz
Das Turnier begann äußerst hoffnungsvoll. Nach drei Schlagdurchgängen (Innings) führten die norddeutschen Vertreter gegen die Woodpeckers aus Kornwestheim scheinbar uneinholbar mit 10:0 bevor das Schicksal seinen Lauf nahm. Ein weit in das Außenfeld geschlagener Ball traf nach einer unglücklichen Aktion einen Spieler der Lakers unter dem Auge. Harald Knott blieb blutend liegen und musste von einem Rettungswagen erst in das nächstgelegene Krankenhaus und dann noch in die Augenklinik nach Saarbrücken gebracht werden. Die gute Nachricht ist, dass Harald Knott einige Stunden später nach einer ausführlichen Untersuchung und ohne bleibende Schäden wieder zum Team stoßen konnte.

 

Sportlich war da für die Lütjensee Lakers jedoch schon fast alles gelaufen. Geschockt durch den Unfall verloren die Softballer so dermaßen den Spielfluss, dass sie ohne Gegenwehr das Spiel gegen die Woodpeckers, den zukünftigen dritten der DM, noch mit 12:13 abgeben mussten.
Auch bei den folgenden Niederlagen gegen die LSG aus Frankfurt mit 3:13, gegen Team Marburg mit 9:12 und dem 2:17 gegen den späteren deutschen Meister, die Aschaffenburg Mohawks, folgten viele Fehler in Offense und Defense. Selbst am Sonntag im letzten Vorrundenspiel gegen die Gastgeber, die Saarlouis Hornets und im Platzierungsspiel erneut gegen Team Marburg blieben die Norddeutschen mit zweimal 8:17 sieglos.
Auslöser, aber sicher nicht Grund für die schwarze Serie war der schwere Unfall dem noch einige andere Verletzungen von Leistungsträgern folgen sollten, sondern eher die noch fehlende Routine in dem jungen Team, das erst seit zwei Jahren existiert und in dem einige Spieler erst auf dieser Deutschen Meisterschaft ihre erste Turniererfahrungen sammelten.
„Sportlich haben wir außer in den ersten drei Innings nie in Normalform gespielt, nie konnten wir den anderen Mannschaften zeigen zu was für einer Leistung wir schon fähig sind. Trotzdem ist es toll, aufgrund unseres Auftretens als Team gemocht zu werden.” erklärt Coach Michael-Angelo Harder, da seine Lakers bei der Siegerehrung im über 700 km entfernten Saarlouis als „Sieger der Herzen” bezeichnet wurden. „Außerdem hatten wir ein äußerst erfolgreiches Jahr und können mit dem Erreichten mehr als zufrieden sein.” So der Coach weiter
Und wirklich, das Jahr 2010 war bis zur deutschen Meisterschaft kaum zu toppen, Höhepunkte waren die Turniersiege in Rheinland-Pfalz und in Kiel, aber auch die zweiten Plätze bei dem eigenen Turnier, dem 1st Northern Slow Pitch Cup und in Berlin waren die größten Erfolge. Zu dem erreichte man in Holland, bei einem internationalen Turnier, den dritten Platz und viele Siege in Freundschaftsspielen wurden eingefahren.
„ Schade, dass wir diese Ergebnisse bei der Deutschen Meisterschaft nicht bestätigen konnten, aber natürlich hatte die Konkurrenz auch ein anderes Kaliber, immerhin waren es die besten Teams Deutschlands” erklärte Ralf Stolle, der mit seiner ganzen Familie den weiten Weg auf sich genommen hatte, wobei seine Frau Antje und die Kinder sogar hinter dem Krankenwagen hergefahren sind, um sich um den verletzten Mitspieler zu kümmern.
„Es war ein leider sportlich enttäuschendes aber trotzdem sehr lehrreiches Turnier, aber 2011 greifen wir wieder an” zeigt sich der Innenfeldspieler Armin Adib Moghaddam kämpferisch. ”Und dann zeigen wir Allen wozu die Lütjensee Lakers fähig sind”

 
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